Mein Leben als Sexobjekt
Mein Leben als Sexobjekt ist wirklich nicht so angenehm und leicht, wie sich das viele vielleicht vorstellen. Liebe Geschlechtsgenossen, glaubt es mir! Neid ist unangebracht, zumindest von eurer Seite aus. Viel mehr schaue ich neiderfüllt auf eure vermeintlich armseligen Existenzen in der Masse der grauen Mäuse. Ihr wollt Beweise?
Es geht schon morgens beim Aufstehen los. Andere stolpern, nach dem obligatorischen Verfluchen des Weckers, in einsamer Dunkelheit ins Badezimmer, um dort ihre Durchschnittlichkeit in Form zu bringen. Anschließend geht es für einen kurzen Moment wieder zurück in die farblose, kühle Muffigkeit des Schlafzimmers, um die Garderobe für den Tag zu wählen. Ein blinder Griff in den Kleiderschrank reicht dabei aus. Schließlich sind, bei von Natur aus unspektakulären Menschen, Dinge wie Kombination oder Farbauswahl nebensächlich bis vollkommen uninteressant. Nach einem Frühstück, das je nach persönlicher Neigung üppig oder mickrig, jedoch immer selbst zubereitet ist, geht es dann Richtung Arbeit. Die Ehefrau oder Freundin oder Plastikpuppe lag und liegt dabei die ganze Zeit friedlich, reglos und desinteressiert im Bett. Wie sieht es aber bei mir aus?
Morgens geht auch bei mir der Wecker, die wohl einzige Parallele. Aber dann! Neben dem aus vollem Halse Musik spielenden Wecker sitzt bereits, seit ca. 1 Stunde sehnsüchtig auf diesen Moment wartend, meine hellwache Frau. In ihrem Gesicht ein gieriges Lächeln, das an Entschlossenheit nicht zu überbieten ist. Wenn ich in diesem Moment nicht schnell genug bin, nur einen Moment zögere, wäre ich schon verloren. Aus dem Liegen vollführe ich einen Hechtsprung über das Fußende und rolle mich ab, um anschließend blitzschnell wieder auf die Beine zu kommen und einen Sprint zum Badezimmer anzusetzen. Wenn ich gut bin, schaffe ich es unbehelligt die Badtür hinter mir zu schließen und zu verriegeln. Wenn ich auch noch Glück habe, war der Sieg im Sprint so knapp, dass meine Frau gegen die gerade geschlossene Tür prallt und für einige Minuten bewusstlos im Flur zusammensinkt. Das erspart mir das Heulen und Wimmern, das Hämmern und die Kratzgeräusche an der Tür. Man ist beim Rasieren sonst einfach nicht richtig bei der Sache. Leider muss ich gestehen, dieses Glück viel zu selten zu haben. Auch Frauen besitzen die Fähigkeit dazu zu lernen. Bin ich im Bad erst mal fertig, wird es schon wieder schwierig. Ich muss da ja auch wieder raus, weiß aber genau um die Herausforderung, die mich auf der anderen Seite erwartet. Im Laufe der Zeit habe ich eine Strategie entwickelt. Ich nehme mein T-Shirt, jenes, welches ich beim Schlafen getragen habe, öffne ganz kurz die Tür und schmeiße es in den Flur. An guten Tagen nimmt meine Frau sofort die Witterung auf, stürzt sich auf dieses arme, wehrlose Stück Stoff und krallt sich darin fest, küsst es, leckt es und vergräbt ihr Gesicht darin. Dabei gibt sie Geräusche von sich, deren Beschreibung nur von einem Punkt weit jenseits der Grenzen meines Wortschatzes aus möglich wäre. Funktioniert das, kann ich mich unbemerkt an ihr vorbei ins Schlafzimmer schleichen. Es klappt nur leider nicht immer. Für diesen Fall habe ich seit einiger Zeit immer ein Feuerzeug in meinem Schränkchen liegen, und benutze nur noch Deodorants die noch mit Hilfe von Treibgas aus der Dose geschossen werden. Körperliche Unversehrtheit ist mir da wichtiger als ökologisches Gewissen, tut mir leid liebe Umweltschützer. Dann folgt ein gefährlicher Moment. Ich muss die Tür öffnen, das Feuerzeug entzünden und den Strahl des Deodorants auf die Flamme richten ... bevor sie mich erwischt hat. Mit diesem behelfsmäßigen Flammenwerfer treibe ich sie dann in eine Ecke meiner Wahl, die es mir ermöglicht sicher ins Schlafzimmer zu gelangen.
An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Immer auf den Füllzustand des Deos achten und immer rechtzeitig für ausreichend Nachschub sorgen! Ein einziges Mal ist mir in einem Schlüsselmoment die Waffe abhanden gekommen, weil die verdammte Dose leer war. So ein Fehler passiert einem nie wieder! 
In der relativen Sicherheit des verriegelten Schlafzimmers angekommen, kann ich mich dann in Ruhe anziehen. Ich weiß nicht woran es genau liegt, natürlich hat einer wie ich Geschmack im Überfluss und Sinn für Mode, aber ich kann wirklich tragen was ich will, es sieht immer ganz fantastisch an mir aus. Ich bin also gewaschen, angezogen und sehe extrem gut aus. Die erste Schlacht habe ich für mich entschieden, ein Umstand der meine Frau zu meinem Leidwesen nur noch entschlossener macht, den Krieg zu gewinnen. Während ich im Schlafzimmer war, ist sie runter in die Küche und hat Vorbereitungen getroffen.
Frauen sind, das muss an dieser Stelle einfach mal erwähnt werden, durch und durch grausam und berechnend. Die wissen ganz genau, dass ein richtiger Mann ohne ein gescheites Frühstück nie und nimmer das Haus verlässt. Nur Frauen bringen es fertig, dieses elementare, männliche Grundbedürfnis schamlos für ihre eigenen Zwecke auszunutzen.
Ich komme also in die Küche und sehe meine Frau. Kleidung trägt sie keine mehr, dafür hat sie einige meiner morgendlichen Lieblingsnahrungsmittel strategisch an verschiedenen Stellen ihres Körpers platziert. Zwischen ihren Beinen erkenne ich eine gelbliche Südfrucht. Unter ihren Armen klemmen jeweils ein Apfel und ein Müsliriegel. Zwischen ihren Pobacken steckt ein Salami-Käse-Sandwich. Den Joghurt hat sie sich auf die Brüste geschmiert und um ihren Hals baumelt eine Thermoskanne mit frisch gebrühtem Kaffee. Der Nachschub enthaltende Kühlschrank ist in Feindeshand. Ihn zurückerobern und halten, während ich gleichzeitig versuche ihm Speisen zu entnehmen, ist nicht möglich, denn die Zeit drängt. Sie würde das niemals kampflos zulassen! Die alles entscheidende Schlacht kann also beginnen. Ich greife einen Küchenstuhl bei der Rückenlehne und richte die Stuhlbeine auf meine Frau. Sie ist bereits außer sich vor Aufregung und Verlangen! Das führt zu gewissen Automatismen ihrer Körperfunktionen. Die gelbliche Südfrucht kann sich so nicht mehr halten und fällt ihr zwischen die Füße. Mit einer geschickten Körpertäuschung führe ich sie in die Irre und es gelingt mir die Banane aufzuheben. Ich verschlinge sie mit der Schale, während ich die reißende Bestie weiter mit dem Stuhl in Schach halte. Nur ein Dompteur von Wildkatzen kann ermessen wie ich mich fühle. Als nächstes habe ich es auf den Apfel und den Müsliriegel abgesehen. Irgendwie muss ich sie dazu bringen, die Arme zu heben. Ich springe also auf die Arbeitsplatte und tue so, als ob ich mich auf dem Küchenschrank vor ihr in Sicherheit bringen will. In dem Moment wo sie versucht mich vom Schrank zu reißen, wobei als angestrebter Nebeneffekt Apfel und Müsliriegel zu Boden fallen, springe ich über sie hinweg und greife direkt bei der Landung nach den beiden Magenfüllern. Überflüssig zu erwähnen wie schwierig das schon ohne Stuhl in der Hand wäre. Da ich inzwischen aber ausreichend Erfahrung mit derlei artistischen Einlagen habe, ist das kein echtes Problem. Den Apfel stecke ich mir in die Tasche und den Müsliriegel schlucke ich in einem Stück runter. Zum Kauen ist keine Zeit, da ich sofort wieder in die Verteidigung gehen muss. Meine Frau, frustriert und gereizt durch meine Teilerfolge, kreischt mittlerweile wie eine Furie. Das Lodern in ihren Augen weckt Besorgnis in mir und ich fange an, meinen Sieg ernsthaft in Frage zu stellen. Aber ich darf nicht aufgeben! Ich will dieses Sandwich!! Ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ein gewisses Maß an körperlicher Gewalt nicht mehr ausgeschlossen werden darf und das Risiko meiner Aktionen steigen muss. Die nächste Finte steigt. Ich tue so, als ob ich den Stuhl nicht mehr halten kann und lasse ihn, begleitet von einem erschöpften Seufzer, sinken. Meine Frau, blind vor Gier und nur noch von unerbittlichen primären Instinkten angetrieben, fällt prompt drauf rein und greift nach mir. Ich packe sie am linken Handgelenk, schleudere sie herum und ziehe ihr das Sandwich aus dem Hintern. Und ja, natürlich esse ich es! Vier große Happen, leider unzerkaut. Die Zeit, die Zeit.
An alle, die sich jetzt voller Ekel abwenden, seid ihr nicht die, die beim Sex das Licht löschen? Hab nix anderes erwartet.
Das große Finale. Ich will auch den Joghurt. Der klebt auf ihren Brüsten. Abkratzen scheidet aus, sie wird kaum stillhalten. Ich setze jetzt alles auf eine Karte, schleudere den Stuhl in die Ecke, packe sie bei den Schultern und reiße sie zu Boden. Meine Frau ist gleichermaßen überrascht wie entzückt, während ich ihr den Joghurt von den Brüsten lecke. Sie fängt an sich zu räkeln und zu stöhnen, verfällt innerhalb kürzester Zeit in ein gutturales Schnurren und Brummen. Von ihren Augen ist nur noch das Weiße zu sehen. Ich muss ein schlechtes Gewissen einräumen, aber ich habe keine Wahl. Sobald der letzte Tropfen Joghurt in meinem Mund verschwunden ist, springe ich auf und laufe aus dem Haus. Ich muss doch Geld verdienen. Begleitet von einem Aufschrei, den ich so ähnlich schon mal in dem Film Jurassic Parc gehört habe, steige ich in mein Auto und gebe Vollgas! Auf den Kaffee pfeif ich, den krieg ich auch im Büro.
Tja, so geht das jeden Morgen aufs Neue los, der Tag ist gerade erst angefangen und meine Frau sieht mich immerhin jeden Tag! Wie erst die anderen Frauen auf mich reagieren, erzähl ich vielleicht mal bei nächster Gelegenheit. Aber mal ehrlich, seid ihr darauf neidisch?